Wohnen mitten in der Natur

Dieses Mal geht es nicht in ferne Lande, sondern wir bleiben im Umkreis von ein paar Kilometern um unsere Wohnung. Durch die lange und strenge Home-Office Regelung haben viele sehr viel mehr Zeit als sonst in und um die eigenen 4 Wände verbracht. Das ging uns nicht anders. Dabei haben wir sehr zu schätzen gelernt, dass unsere neue Wohnung hier in Kopenhagen direkt am Rand eines Naturschutzgebiets gelegen ist.

Dieser Ort war aber nicht immer ein Naturschutzgebiet. Im 2. Weltkrieg und danach wurde das Kalvebold Fælled als Truppenübungsplatz genutzt. Jetzt findet man auf dem 2000 Hektar großen Areal noch immer einige Überreste aus dieser Zeit. Aber mittlerweile findet man auch viele Pflanzen und Tiere. Hier steht zum Beispiel der drittgrößte Birkenwald Dänemarks, der Pinseskoven. Solcher Birkenwald war früher typisch für die Region, bevor Siedler kamen und ihn abgeholzt haben.

Der für Dänemark ursprünglich typische Birkenwald.

Außerdem gibt es viele Kühe, Pferde und Schafe, aber auch wilde Tiere, wie große Herden von Dammwild, Fasane, Reiher, und andere Vögel.

Ein Graureiher auf Beutezug
Kühe gibt es hier auch jede Menge.
Für Wasservögel aller Art ist die Gegend ein echtes Paradies
Solche Enten habe ich vorher noch nie gesehen 🙂
Kiebitze sind hier absolut keine Seltenheit.
Gänse bekommen hier im Frühling ihre Küken.
Wer genau hinsieht, hat hier viel zu entdecken.
Limikolen sind auch reich vertreten.
Die Schafstelze erinnert fast an einen Kanarienvogel mit ihren knallig gelben Federn.

Im Herbst kann man hier ein ganz besonderes Spektakel beobachten. Den Zug der Nonnengänse. In Deutschland habe ich im Herbst immer die Vogelschwärme beobachtet, die in einer V-förmigen Formation vorüberziehen. Aber so hoch am Himmel kann man nur feststellen, dass es wohl Gänse sind, die da oben fliegen. Hier wohnen wir aber direkt an einer wichtigen Raststätte der Gänse auf ihrer langen Wanderung.

Nonnengänse in Formation

Im Frühling und im Herbst wird es hier also ganz schön voll und wenn man wie wir mit offenem Fester schläft, wird man morgens auch schon mal vom Geschnatter und Gezeter der Gänse geweckt.

Die Nonnengänse direkt vor unserer Haustür

Da versteht man, warum unser Haus das Savannehuset heißt. Man kommt sich ein bisschen vor wie auf einem nicht enden wollenden Game Drive.

Gänse im Abflug.

Jetzt ist der Gänsezug vorüber und wir freuen uns schon auf den Frühling, wenn sie aus ihrem Winterquartier wieder zurückkommen.

9 Kommentare zu “Wohnen mitten in der Natur

  1. Hi Anne,
    die Vorgeschichte eures Stadtteilsit Park erinnert an die Munitionshalde auf der wir im Vauban sitzen. Man/frau könnte beinahe glauben, dass hier besonders viel Energie und Geld eingesetzt wurde zur Umwelt freundlichkeit. Es geht also doch! Ihr habt ein richtiges kleines Paradies. Weiterhin viel Genuss und Glück!
    Traudl

    1. Hi Traudl! Wusste gar nicht, dass der Vauban auch so eine ähnliche Geschichte hat. Da entstehen wirklich tolle Wohngebiete! Demnächst gibt es hier sogar das 1. Gebäude, das alle 17 UN Nachhaltigkeitsziele erfüllt! Wirklich spannend, was so entstehen kann wenn die Menschen nur wollen 🙂

  2. Hallo ihr beiden,

    sehr schöner Artikel. Ihr wohnt ja in einem richtigen Orni-Paradies! 🙂
    Die beiden Enten, die ihr zum ersten Mal gesehen habt, sind übrigens Tafelenten und das ziemlich weit unten mit dem schwarzen Kopf ist eine Rohrammer. 😉

    LG in den Norden

    1. Hi Benne, ja ist total das Paradies hier! Wenn man im Feld unterwegs ist trifft man auch immer wieder Leute mit Kameras, Stativen und großen Ferngläsern 😀 Gibt auch einige Vogelhütten, aber da die Vögel und auch das Wild hier so an die Spaziergänger gewöhnt sind braucht es die fast nicht. Wenn die Zeiten wieder etwas normaler sind bist du herzlich eingeladen!

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