Palm Springs und die Wüste

Nach dem hervorragendem Frühstück heute Morgen habe ich mich noch ein wenig in Palm Springs „Downtown“ umgesehen.

Wer sich die Mühe macht und den „Cactus to Clouds Trail” etwas hinaufstapft, bekommt eine schöne Aussicht über das ganze Tal.

Insgesamt ein echt schnuckeliges Städtchen.

Weihnachten muss man halt auch in der Wüste feiern. Sieht dann nur etwas komisch aus.
Das Stadtzentrum von Palm Springs.

Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten bin ich dann in Richtung Joshua Tree Nationalpark aufgebrochen. Das sind doch tatsächlich nochmal eine Stunde Anfahrt — irgendwie hatte ich mir das doch näher vorgestellt. Den ganzen Tag habe ich schon beste Sonne genossen und gleich soll es richtig in die Wüste gehen. Ich denke vorher sollte ein Mittagsstop fällig sein. Im Park gibt es schließlich rein gar nichts, um die Reservern wieder aufzufüllen.

Eigentlich war der Plan ja hier auch laufen zu gehen. Aber irgendwie habe ich bei der Planung nicht bedacht, dass hier eben so richtig Wüste ist. Mit meiner einen Trinkflasche komme ich bei Sport wohl eher nicht weit.

Nach dem Mittagessen hat sich der Himmel leider zugezogen und eine riesige Wolkendecke präsentiert sich. Gleichzeitig ist mit ungefähr 10 Grad die „Wüste” auch kälter als erwartet. Aber man kann ja immer aus allem etwas Gutes ziehen: Bei dem Wetter kann ich getrost eine kleine Runde laufen gehen. Das ist ja völlig harmlos.

Der namensgebende Joshua Tree.
Lustige Vögel gab es unterwegs zu sehen.
Noch mehr Joshua Trees, Wüste und am Horizont schneebedeckte Berge.

Die Landschaft hier ist schon echt abgefahren. Irgendwie unwirklich und tot und lebendig zugleich. Das Hidden Valley zum Beispiel war lange Zeit unzugänglich, da der Eingang verschüttet wurde. Vor nicht einmal 100 Jahren wurde der Weg freigesprengt und nun präsentiert sich hier ein einzigartiges Mikrohabitat für Flora und Fauna.

Die Blütezeit ist schon rum. Auch in der Wüste hält der Winter Einzug.
Felsen rund um das Hidden Valley

Nur einmal kurz darüber nachdenken — das hier war und ist alles Indianer Reservat. Die haben hier schon vor Ewigkeiten zusammen mit der Natur gelebt.

Für den Abschluss des Parkbesuchs habe ich im Visitor Center aufgeschnappt, dass man von Keys View den Sonnenuntergang besonders gut beobachten kann. Also ein letzter Stop.

Sonnenuntergang von Keys View. Im Tal liegt die San Andreas Verwerfung.

Jetzt wird es aber Zeit für den Weg zurück zum Hotel… und dann passiert das, womit jetzt dann wirklich keiner rechnet. Es regnet… in der Wüste!

Regen auf dem Heimweg.

„Seems it never rains in Southern California…”

3 Kommentare zu “Palm Springs und die Wüste

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