Eine Oase in der Wüste

Auf meiner Reise nach Chile vor 2 Jahren habe ich so einiges erlebt. Die Geysire am El Tatio waren schon sehr beeindruckend. Dank Corona haben wir mal Zeit in alten Erinnerungen zu schwelgen…

Am Salar de Atacama unweit von San Pedro gelegen kann man hervorragend Flamingos beobachten. Der Salar ist ein Salzsee, der teils aus kleinen Tümpeln besteht, teils nur aus einer trockenen Salzkruste.

Die Vulkane der Anden spiegeln sich im Wasser des Salzsees.
Wenn das Wasser verdunstet bleibt nur eine schroffe Salzkruste zurück.

Die schroffen Salzkrusten bieten einigen Tieren ein Zuhause.

Wer genau hinsieht, kann hier viel entdecken!

Er liegt in einer Senke ohne sonstigen Abfluss und wird durch das Wasser aus den umliegenden Bergen gespeist. Zu den Lagunen im Salar gehören zum Beispiel die Laguna Cejar und die Laguna Chaxa. In den Laguna Ceja habe ich gehört kann man baden und schöne Bilder mit den Vulkanen im Hintergrund machen. Das habe ich auf meiner Reise leider nicht geschafft, steht aber definitiv für nächstes Mal (wann auch immer das sein mag…) auf meiner Liste. Wenn du schon mal da warst, dann schreib doch bitte einen Kommentar, ob es sich lohnt!

In der Laguna Chaxa gibt es eine große Flamingokolonie, die wirklich sehenswert ist. Es handelt sich hier um ein Naturschutzgebiet, zu dem nur kontrolliert Zugang gewährt wird.

Die Vulkane der Anden spiegeln sich im Wasser des Salzsees, das ein tolles Farbspiel bietet.

Es gibt ein kleines Besucherzentrum, in dem man erfährt, wie die Flamingos leben und wovon sie sich ernähren. Ihr Lieblingsfutter ist ein Krebs, dessen Farbpigmente für die Färbung des Gefieders sorgt. Diese Krebse kann man hier in einem kleinen Aquarium auch sehen.

Besonders interessant finde ich persönlich, dass es hier verschiedene Arten von Flamingos gibt. Den Anden-Flamingo, den Chile-Flamingo und den James-Flamingo:

Der Anden Flamingo hat ein pinkes Gefieder, einen gelben Schnabel, dunkle Augen und gelbe Beine.
Der Chile Flamingo ist der häufigste der 3 Flamingo Arten. Er hat ein pinkes Gefieder, einen rosa Schnabel, gelbliche Augen und weiße Beine.
Der James Flamingo hat einen rosa Gefieder, einen gelben Schnabel, dunkle Augen und rötliche Beine. Ok, dieser hier hat wohl ein anderes Lieblingsfutter?

Die Tiere zeigen wenig scheu und stören sich wirklich kaum an der Gegenwart der Touristen. Sie waten gemütlich durch das Salzwasser, schlemmen genüsslich die kleinen Krebstierchen, die ich gerade noch im Aquarium betrachtet habe, oder dösen einfach so vor sich hin. Mit etwas Glück bekommt man sogar eine kleine Flugschau zu sehen, wenn die Vögel knapp über den Köpfen der Besucher dahingleiten.

Ein Anden Flamingo gleitet heran.
Trotz ihres langen und schlaksigen Körpers fliegen diese Flamingos anmutig durch die Lüfte.
Knapp über der Wasseroberfläche dahingleitend sieht man tolle Spiegelungen.

Neben den Flamingos findet man hier noch einige andere kleine Vögel.

Ein kleiner Vogel spiegelt sich im Wasser.
Leider weiß ich nicht, was das für ein Vogel ist, aber wenn es jemand weiß, dann lasst es mich wissen!

Während ich hier so auf einer Mauer sitze und die Tiere beobachte, lasse ich die gesamte Umgebung auf mich wirken. Die Luft riecht stark nach dem Salz und anderen Mineralien, die Sonne brennt auf meiner Haut (hoffentlich hält der Sonnenschutz noch!) und die Lagune erstreckt sich Kilometer weit, bis sie auf die hoch aufragenden Vulkane trifft. Wirklich fantastisch, so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen. Ich könnte stundenlang hier sitzen und diese Eindrücke in mich aufnehmen.

Zwei Flamingos in der Weite der Lagune.
Eine Flamingopolonese!

Noch ein paar nachdenkliche Worte zum Abschluss. Im Salar gibt es auch ein großes Lithiumvorkommen. Der Wasserbedarf der Minen, in denen das Lithium abgebaut wird, ist sehr hoch und so nimmt die Wasserfläche für die Flamingos immer weiter ab. Einheimische haben mir berichtet, das deswegen von Jahr zu Jahr weniger Flamingos hierher kommen. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit dich für den Schutz der Natur einzusetzen. Es wäre doch schade, wenn dieses kleine Paradies bald verschwindet.

6 Kommentare zu “Eine Oase in der Wüste

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.