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Dieses Mal geht es nicht in ferne Lande, sondern wir bleiben im Umkreis von ein paar Kilometern um unsere Wohnung. Durch die lange und strenge Home-Office Regelung haben viele sehr viel mehr Zeit als sonst in und um die eigenen 4 Wände verbracht. Das ging uns nicht anders. Dabei haben wir sehr zu schätzen gelernt, dass unsere neue Wohnung hier in Kopenhagen direkt am Rand eines Naturschutzgebiets gelegen ist.

Dieser Ort war aber nicht immer ein Naturschutzgebiet. Im 2. Weltkrieg und danach wurde das Kalvebold Fælled als Truppenübungsplatz genutzt. Jetzt findet man auf dem 2000 Hektar großen Areal noch immer einige Überreste aus dieser Zeit. Aber mittlerweile findet man auch viele Pflanzen und Tiere. Hier steht zum Beispiel der drittgrößte Birkenwald Dänemarks, der Pinseskoven. Solcher Birkenwald war früher typisch für die Region, bevor Siedler kamen und ihn abgeholzt haben.

Außerdem gibt es viele Kühe, Pferde und Schafe, aber auch wilde Tiere, wie große Herden von Dammwild, Fasane, Reiher, und andere Vögel.

Im Herbst kann man hier ein ganz besonderes Spektakel beobachten. Den Zug der Nonnengänse. In Deutschland habe ich im Herbst immer die Vogelschwärme beobachtet, die in einer V-förmigen Formation vorüberziehen. Aber so hoch am Himmel kann man nur feststellen, dass es wohl Gänse sind, die da oben fliegen. Hier wohnen wir aber direkt an einer wichtigen Raststätte der Gänse auf ihrer langen Wanderung.

Im Frühling und im Herbst wird es hier also ganz schön voll und wenn man wie wir mit offenem Fester schläft, wird man morgens auch schon mal vom Geschnatter und Gezeter der Gänse geweckt.

Da versteht man, warum unser Haus das Savannehuset heißt. Man kommt sich ein bisschen vor wie auf einem nicht enden wollenden Game Drive.

Jetzt ist der Gänsezug vorüber und wir freuen uns schon auf den Frühling, wenn sie aus ihrem Winterquartier wieder zurückkommen.

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